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Chronik

Chronik Wir schreiben das Jahr des Herrn 1445. Durch das Land Thüringen zieht ein bewaffneter Haufen von adliger, bürgerlicher und bäuerlicher Herkunft, der sich das tägliche Brot im Kriegsdienst von Landgrafen und Adligen im Land Thüringen verdient.

Es herrscht Krieg in dieser Zeit. Seit dem Jahr des Herrn 1445 streiten die sächsischen Brüder Herzog Wilhelm III (der Tapfere) und Kurfürst Friedrich II (der Sanftmütige) von Sachsen um die wettinischen Herrschaftsgebiete. Später soll dieser Streit als Sächsischer Bruderkrieg (1446 bis 1451 anno domini) in die Geschichte eingehen.

Viele Schlachten und Scharmützel gilt es zu schlagen, viele Belagerungen zu vereiteln, Intrigen aufzudecken und vor Plünderungen zu schützen.

Es ist eine goldene Zeit für uns Söldner, denn der Krieg füllt unsere Bäuche. Es ist auch eine Zeit der Wanderschaft und der Anstrengung, der Angst und der Freude. Eine Zeit die Mut und Kraft im Kampfe von uns fordert. Eine Zeit die wir nie vergessen werden. Es ist die Zeit der Söldner von:

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Bild für die Chronik verändert nach: Luzerner Bilderchronik; eingescannt aus: Horst Carl: Der Schwäbische Bund 1488 - 1534; Landfrieden und Genossenschaft im Übergang von Spätmittelalter zur Reformation; Leinfelden-Echterdingen, 2000; ISDN 3-87181-424-5, S. 465. Entnommen aus: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Überfall_auf_Marienfeld.jpg